Über Strukturwerk

Kreativkopf und Geschäftsfrau von Strukturwerk ist Jennifer Haverkamp. Aufgewachsen im elterlichen Geschäft umgeben von Blumen und Pflanzen, erblühte schon früh ihre Faszination für florale Werkstoffe. Schon damals liebte sie die Kreativität und die Möglichkeit, etwas Einzigartiges mit ihren Händen zu erschaffen. Mit 25 Jahren macht sich Jennifer Haverkamp mit einem Floristikgeschäft selbstständig. Sie sieht darin die einzige Möglichkeit, ihre vielfältigen Erfahrungen und innovativen Ideen in die Tat umzusetzen. Einige Jahre später kehrt sie ins elterliche Unternehmen zurück. Jennifer Haverkamp hat jetzt die Chance sich auf das zu konzentrieren, was ihr wirklich wichtig ist. Nämlich Unternehmen, Großhändlern sowie Privatpersonen ein umfangreiches sowie professionelles Leistungsspektrum anbieten zu können. Heute gehören längst nicht nur Hochzeiten, sondern auch Events, Innen- und Außenbegrünung, Seminare sowie Schauraum-, Messe - und Wohngestaltung zu Ihrem Alltagsgeschäft. Mit Strukturwerk macht Jennifer Haverkamp heute das was sie wirklich liebt.

Wer mehr über Jennifer Haverkamp erfahren möchte, findet hier ein offenes und persönliches Interview mit ihr.

Qualifikationen

Ausbildung alleine macht nicht automatisch eine gute Floristin aus dir, davon ist Jennifer Haverkamp überzeugt. Um gut zu sein, muss man mit Herz und Seele dabei sein. Es braucht Neugier, Kreativität und viel Energie um weiter zu kommen und erfolgreich zu sein. Ihren Meister hat Jennifer Haverkamp aus Zeitgründen zwar noch nicht gemacht, dafür kreiert sie heute meisterhaft gute Werkstücke, die begeistern, berühren und immer wieder in Erstaunen versetzen.

Jennifers Werdegang zusammengefasst:

  • Als Kind im Betrieb der Eltern, mit Blumen und Pflanzen aufgewachsen
  • Erfolgreiche Ausbildung zur Floristin
  • Spannende Gesellenjahre in verschiedenen renomierten Floral-Design-Häusern Deutschlands absolviert u.a. beim Europameister der Floristik, Bad Neuenahr
  • Mitwirkung und Ausführung von zahlreichen Ausstellungen und Seminaren
  • Mitarbeit von aufwendigen Demostrationsshows, z.B. 2005 für 2000 Fachleute in Japan
  • Kreative Passagen-Dekorationen in Hamburg
  • Raumdekorationen im Hotelgewerbe in Hamburg
  • Teilnahme an diversen Meisterschaften u.a. die Deutschen Meisterschaften in Berlin

Meisterschaften

Wenn man mich fragt, warum ich an Meisterschaften teilnehme, sage ich immer: „Auf jeden Fall nicht wegen der Preisgelder, denn die gibt es leider nie“. Es geht mir in erster Linie um die Herausforderung etwas Besonderes zu leisten und mir selbst zu beweisen, dass ich nicht stehen geblieben bin. Na klar, ist man auch ein klein wenig stolz auf

die Titel und ich freue mich auch immer, wenn sich daraus spannende Folgeaufträge entwickeln. An einer Meisterschaft teilzunehmen bedeutet immer sehr viel Arbeit, Zeit und Geld zu investieren. Aber der Einsatz lohnt sich! Man trifft auf interessante Menschen, erlebt spannende und schöne Momente und lernt immer etwas dazu.

2003 – 1. Platz / Teamwettkampf Düsseldorf
2005 – 1. Platz / Kölner Frühling
2008 – 2. Platz / Landesmeisterschaften Niedersachsen
2013 – 1. Platz / Landesmeisterschaften Niedersachsen
2015 – 4. Platz / Deutsche Meisterschaften (Berlin)

Pflanzung – Die industrielle Revolution: Natur versus Technik?

Das Maschinenzeitalter beginnt mit der Errichtung großer Industrieanlagen für die Kohle- und Stahlindustrie. Sie werden ohne Rücksicht auf Mensch und Natur Teil der Landschaft, die durch sie gravierende Änderungen erfährt. Zechen, Stahlwerke und Kokereien stehen als „Zeugen“ für die rücksichtslose Umweltverschmutzung, die in manchen Regionen bei uns heute als „Industriekultur“ verklärt wird. In anderen Bereichen der Erde nimmt sie den Menschen die Luft zum Atmen. Dort ist die Industrialisierung noch in vollem Gange.

Der Natur macht das alles nichts – zumindest auf lange Sicht gewinnt sie das Rennen gegen die Technik in der postindustriellen Zeit.

Als Detailausschnitt dieser (Bau-) Geschichte präsentiert sich die Pflanzung: Schichten aus rostigem Stahlblech mit symbolisierten Zahnradmotiven staffeln sich in der Tiefe. In ihrem Zwischenraum bewegt sich im oberen Bereich die florale Gestaltung als brennende Glut der Technik aus verschiedenenfarbiger kupfer-rost-orange-feuerroter Pflanzenvielfalt. Unterhalb wird diese Wirkung durch den starken Kalt-Warm-Kontrast durch die Anordnung von blauen Pflanzen verstärkt. Durchbrüche im Blech ermöglichen den Blick auf die wilde Natur, die sich ihren Raum zurück erobert.

Strauß / Gebundenes Werkstück Florale Hommage an einen Revolutionär

Yves Saint Laurent wächst in Algerien als Kind französischstämmiger Eltern auf. Geprägt durch seine Mutter entwickelt er früh eine Leidenschaft für Design, Stoff und alles Außergewöhnliche. Als Provokateur revolutioniert er mit Eleganz und Anklängen an die Malerei die Modewelt. Er braucht die Mode und die Kreativität, um sich selbst als Mensch zu entdecken. Allerdings macht ihn der Druck des Modegeschäfts krank: Trotz seines Ruhmes und seiner Erfolge bleibt Yves Zeit seines Lebens scheu, weltabgewandt und von Ängsten geprägt.

In vielen seiner Entwürfe dominieren gedeckte Farben: „Schwarz ist meine Zuflucht. Ich liebe vor allem die Strenge, die Einfachheit, die klassische Schönheit.“

Die klaren geometrischen Formen der Rahmen, die den Strauß umgeben, nehmen Bezug auf Yves´ Gefühl der Eingegrenztheit, die ihm aber gleichzeitig Halt und Stabilität gibt. Diese Grenzen werden – wie auch in seinem wahren Leben – von filigranen Blüten und Ranken überwunden. Die Nichtfarbigkeit der Blüten, die gerne von ihm verwendeten hellen pastelligen „Nudetöne“, spiegeln die Transparenz und Leichtigkeit seiner Mode, aber auch die Zerbrechlichkeit seiner Seele wider.

Freie Themen-Arbeit Revolutionen der Zukunft: Globale Erwärmung und Web 3.0, oder...

Die Zukunftsforschung versucht, vorhandene gesellschaftliche Megatrends zu erkennen und als Ausblick in die Zukunft weiterzuentwickeln. In Bezug auf verschiedene Lebensbereiche funktionieren diese Visionen mehr oder weniger gut. Zum Beispiel können Aussagen zum Beitrag der Digitalen Medien auf unser Leben getroffen werden, auf die Entwicklung der Finanz- und Wirtschaftssysteme oder auf den Umgang mit drängenden Energie- und Umweltthemen.

Für meine persönliche Zukunft lassen sich schwer Vorhersagen treffen. Jedoch bin ich mir sicher: Die Zukunft meines Lebens ist eine mehr oder weniger begrenzte Zeit von Streben nach Glück. Das gleiche gilt auch für unseren schwebenden Planeten: Die Zukunft ist ein mehr oder weniger blühendes Leben vor der Apokalypse. Wann die Vergänglichkeit mich, uns und unseren Planeten einholt, ist ungewiss, oder…?

Der Mensch ist immer in Bewegung. Nach jedem scheinbaren Ende kommt auch immer wieder ein neuer Anfang. Dies wird auch durch die geschwungene Form des Objektes aufgenommen. Es läuft nicht immer alles rund, doch wird unser Leben durch wiederkehrende Formen und Strukturen in berechnenden Bahnen gehalten. Außerdem strebt der Mensch, früher wie heute und sicher auch in Zukunft, nach höheren Zielen. Basis dafür sind Halt und Stabilität, die durch die klare Linien, Richtungen und Möglichkeiten der Entfaltung in einer unsicheren Zukunft vorgeben.

Im Fokus dieser Themen-Arbeit stehen leuchtend und strahlende Orange und Kupfer Farbnuancen. Der Farbsymbolik nach ist Orange ein Kraftspender und steht für Freude, Mut und Aktivität. Die vorhandenen Blüten stehen für Tradition und Moderne sowie Nachhaltigkeit und Fortschritt zugleich, da sie dem Zeitgeist entsprechend interpretiert werden.

Tischdekoration – Revolution in Europa Royaler Prunk oder bürgerlicher Schick

Der französische Adel verliert an Einfluss und wird gesellschaftlich unsichtbarer. Es gibt neue Ideale. Diese Einflüsse verändern das Lebensgefühl und die Lebensqualität des Bürgertums und der Arbeiterklasse. Architektur, Gartengestaltung, Mode und Einrichtung werden zu gesellschaftlich relevanten Themen. Ab jetzt bestimmt nicht nur der Adel und die Kirche über den Stil und das Denken, sondern das Volk.

Bei meiner Arbeit möchte ich den schwindenden Einfluss des Adels und der Monarchie zum Thema machen: Die Umkehrung von Oben und Unten, die Wandlung der Machtverhältnisse. Die Auflösung der Monarchie als gesellschaftliches Fundament findet seine Entsprechung in der transparenten Konstruktion des Tisches. Die zerbrechenden steifen Regularien des Hofes werden durch die scherenschnittartige - und damals zeitgemäße Darstellung - von schwankenden Amphoren und opulenten Bukett-Gefäßen versinnbildlicht. Aus ihnen erwächst die sich neu ordnende Gesellschafts als florales Band.

Die alles beherrschende Grundfarbe der Gestaltung, nämlich schwere und kräftige Rottöne, die sich in verschiedenen Farbnuancen darstellen, werden mit Grüntönen, Pink und zarten Rosatönen durchbrochen. Grün ist die Farbe der Hoffnung und der Freiheit, das Pink signalisiert den Aufbruch in die neue Moderne.

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